Chronik


1907

18 junge, musikbegeisterte Männer finden sich zusammen, um den Musikverein Seebach aus der Taufe zu heben. Für den stolzen Betrag von 516 Goldmark wurden Musikinstrumente gekauft „Alt-Adler-Wirt“ Karl Maier legte das Geld erstmal aus.

 

1914 – 1918

14 von 18 Musikern werden zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg eingezogen. Die Hälfte kehrte nicht mehr zurück. 

 

1922

Als besondere Höhepunkte in der bisherigen Geschichte trat man bei der Grundsteinlegung der Pfarrkirche und bei den Festlichkeiten zur Einweihung von Kirche und Glocke musikalisch auf.

 

20er Jahre

Eine Abordnung, die sogenannte „Hochzeitskapelle“ geleitet Brautpaare und Angehörige mit Musik zur Kirche.


1926

Die 1. einheitliche Vereinsuniform, bestehend aus weißer Hose und Mütze, wird angeschafft. Die Hosen stellen sich dabei sehr bald als schmutzanfällig und empfindlich gegenüber Rotwein heraus.

 

30er Jahre

Aufgrund großer finanzieller Schwierigkeiten hat jeder Aktive pro Probe 0,50 Mark beizusteuern, um die Dirigentenkosten zu finanzieren.

 

1938

Die Musiker veranstalten unter starker Anteilnahme der Bevölkerung das 1. Offizielles Waldfest in „s’Brulis Wald“.

 

1939 – 1945

Fast alle Mitglieder werden zum Zweiten Weltkrieg eingezogen. Eine Weiterarbeit ist nicht mehr möglich.

 

1946

Obwohl die Vereinstätigkeit noch verboten ist, macht man sich an die Neugründung und tritt auch wieder in der Öffentlichkeit auf, z.B. bei der Einweihung der Nothelferkapelle und anlässlich der Missions-Erneuerung.


seit 1946

Das Neujahrspielen, die musikalische Ankündigung des neuen Jahres von Haus zu Haus wird begonnen und wird bis zum heutigen Tag als Tradition aufrechterhalten.

 

1948

Nach zähen Verhandlungen wird die erforderliche Genehmigung der Neugründung des Vereins durch die Besatzungsbehörden genehmigt. 

 

1949

Die 1. Generalversammlung nach dem Krieg findet statt und man veranstaltet das Waldfest am Kernhof.

 

1951

In der „Bohnertshöfe“ wird das 1. Gartenfest gefeiert.

 

1953

Kapellmeister Goetze baut die erste Jugendkapelle auf und verbucht einen ersten vielbeachteten Auftritt beim Gartenfest.

 

1957

Das 50-jährige Jubiläum wird zu einem bedeutsamen Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

 

1962

Der Verein unternimmt eine 1. Konzertreise nach Krefeld, welche ein großer Erfolg und ein großes Erlebnis wurde.

 

1971

Das 60-jährige Bestehen wird mit einem Stiftungsfest gefeiert. Auch ein Festumzug mit 9 Teilnehmer-Gruppen wird durchgeführt.

 

1971

Die Jugendkapelle des Vereins nimmt erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Oppenau teil.

 

70er/80er Jahre

Konzertreisen nach Biblis, Böblingen, und auch Dortmund machen den Verein über die Dorfgrenzen hinaus bekannt.

 


1982

Das 75-jährige Jubiläum wird als Verbandsmusikfest zu einem Meilenstein der Geschichte. Vier Tage wird am 1. Augustwochenende im Festzelt in der "Bohnertshöfe" gefeiert. Höhepunkt bildet der Festumzug mit 41 Gruppen.

 

1986-1996

Der jährliche „Musikantenstadl“ mit immer neuen Musik- und Stilrichtungen wird zum Markenzeichen des Musikfestes. Auf zwei aufgebauten Bühnen geht das Programm nach den Ideen von Franz Lamm nahtlos von statten.

 

1997

Die 650-Jahr-Feier der Gemeinde und das 90-jähriges Jubiläum wird gemeinsam gefeiert. Erneut findet das Verbandsmusikfest in Seebach statt.

 

2003

Es erfolgte die Neugründung der Jugendkapelle unter der Leitung von Stefan Probst.

 

2004

Auf dem höchsten Punkt im Nordschwarzwald wird das 1. Turmfest mit großem Erfolg auf der Hornisgrinde veranstaltet.

 


2005

Die Jugendlichen des hinteren Achertals formieren sich zur Jugendkapelle Seebach-Ottenhöfen-Furschenbach und ernten bei ersten Auftritten beim Frühjahrskonzert großen Beifall.

 

2007

Der Verein begeht das 100-jährige Bestehen. Erneut wird das Verbandsmusikfest nach Seebach geholt und findet rund um die Mummelseehalle statt. Höhepunkt bildet wiederum ein Festzug mit über 50 Musikkapelle, Wagen und Gruppen. Zum Ende des Jubiläumsjahres findet in der Mummelseehalle ein Galakonzert des Sinfonischen Verbandsjugendblasorchesters (SVJBO) mit einem eingebetteten Festakt im November statt.

Mario Gaiser erhält als erster Musiker das goldene Jungmusiker-Leistungsabzeichen.

 

2008

In Zusammenhang mit dem 100-jährigen Vereinsbestehen erhält der Musikverein im Rahmen der „Tage der Musik“ in Bruchsal am 02.03.2008 die „Pro-Musica-Plakette“ aus den Händen des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Das Jahreskonzert wird erstmals in der Vereinsgeschichte bestuhlt durchgeführt. Im Keller der Schule wird ein Raum für den Festbedarf in Eigenregie eingerichtet.

 

2009

Mit Franziska Rösch, Barbara Schmälzle und Johannes Blessing legen drei weitere Musiker das goldene Leistungsabzeichen ab.

 

2010

Das Turmfest zusammen mit dem 100-jährigen Bestehen des Hornisgrindeturms veranstaltet, bei dem man auf Grund der Besuchermassen hier an die Grenze des Machbaren gelangte. Ein wieder schönes, einheitliches Gesamtbild erreicht man mit der Ausbesserung der Uniform der Männer und er Neubeschaffung der Dirndl für die Damen. Die aktive Musikerzahl überschreitet erstmals die 50er Marke. Dietmar Breig erhält die silberne Verdienstnadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände für die 25-jährige Tätigkeit als Kassierer. Wendelin Hils wird zum Ehrenmitglied ernannt.

 

2011

In Zusammenarbeit mit dem Kindergarten wird erstmals eine musikalische Früherziehung angeboten. In Zusammenarbeit mit der Grundschule wird eine Blockflöten-AG ins Leben gerufen.

Christian Gaiser legt das Goldene Jungmusiker-Leistungsabzeichen ab.

 

2012

Vom Verbandspräsidenten Klaus-Peter Mungenast kann die Urkunde „Kooperation Schule und Verein“ in Empfang genommen werden. Neben der Jugendkapelle wird ein Vororchester ins Leben gerufen.

 

2013

Die Polka-Besetzung "Gschmeidig" unter der Leitung von Mario Gaiser tritt erstmals öffentlich auf.

 

2014

Matthias Fischer erhält die silberne Verdienstnadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände für die 25-jährige Tätigkeit als zweiter Vorsitzender. Das Kirchenkonzert wird zusammen mit dem Kirchenchor anlässlich deren 90-jährigen Bestehens sehr erfolgreich veranstaltet.

 

2015

Das Vereinsjahr beginnt mit einem neuen Dirigenten - Marc Noetzel.

Erstmals wird ein "Polka-Abend" in der Mummelseehalle durchgeführt.

 

2017

Alfons Maier wird für 65-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet.

 

2018

Dietmar Breig, Matthias Fischer und Stefan Maier werden auf Grund ihrer 40-jährigen Vereinszugehörigkeit und zahlreicher Verdienste als neue Ehrenmitglieder des Vereins ausgezeichnet.

 

2019

Johannes Blessing löst Matthias Fischer nach 30 Jahren als 2. Vorsitzender des Vereins ab.

Wendelin Hils wird am Frühjahrskonzert für 50 Jahre Mitgliedschaft mit der Großen Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusik geehrt. Der Musikverein Seebach geht online.


Am 29. September findet zusammen mit den Affentaler Musikanten aus Bühl-Eisental ein Konzertabend im Bürgerhaus in Bühl unter der Leitung des weltberühmten Komponisten Johan de Meij statt. Hauptwerk des Abends bildet das dreisätzige "T-Bone-Concerto" mit dem Solisten Henri-Michel Garzia an der Posaune. Das Publikum honoriert das Konzert mit Standing Ovations.

Am Ende des Jahres legen Astrid Decker und Johannes Schmälzle das JMLA in Gold ab.

 

2020

Die Corona-Pandemie legt das Verieinsleben nahezu lahm. Konzerte und Veranstaltungen können nicht stattfinden. Auch das traditionelle Neujahrsspielen muss erstmal pausieren

Lisa Rinner absolviert erfolgreich das Goldene Jungmusiker-Leistungsabzeichen.

Die Vorsitzenden des Vereins:

 

 

1907 – 1919                 Hermann Kopp

 

1919 – 1927                 Fridolin Schneider I

 

1927 – 1937                 Karl Pöppl

 

1937 – 1939                 Max Maier

 

1946 – 1950                 Hermann Kern

 

1950 – 1954                 Wilhelm Haas

 

1954 – 1961                 Ewald Schnurr

 

1961 – 1963                 Alfons Maier

 

1963 – 1967                 Ewald Schnurr

 

1967 – 1989                 Alfons Maier

 

1989 – 2003                 Wendelin Hils

 

2003 – heute                Stefan Maier

Die Dirigenten des Vereins:

 

 

1907 – 1909                 Romuald Knapp

 

1909 – 1929                 Franz Hermann

 

1929 – 1933                 Sauer

 

1933 – 1939                 Franz Seiler

 

1946 – 1949                 Franz Herrmann

 

1949 – 1964                 Willi Goetze

 

1964 – 1966                 Karl Beck

 

1966 – 1975                 Heinz van Hemert

 

1976 – 1996                 Franz Lamm

 

1996 – 1998                 René Cristina

 

1998 – 2014                 Stefan Probst

 

2015 – heute                Marc Noetzel